Über diese Webseite
RightCyberUp ist eine Webseite, die persönliche Heilungsprozesse unterstützen will, indem sie hilfreiche Informationen für ehemalige und gegenwärtige Mitgliedern der Internationalen Gemeinden Christi (ICC/International Churches of Christ), deren Familien und Freunden und allen anderen, die an destruktiven oder stark vereinnahmenden Gruppierungen interessiert sind zur Verfügung stellt.
Der Name RightCyberUp ist, wie viele Leser bemerken werden, eine Anspielung auf "UpCyberDown", der Name des {ehemaligen} Webportals der Internationalen Gemeinden Christi (ICC, ICOC).
"Upside down" {dt. "auf dem Kopf stehend" od. "verkehrt herum"} ist ein Schlagwort der ICC und war einst der Name der von der Bewegung herausgegebenen Zeitschrift. Es gibt sogar ein Musical im Broadway-Stil mit diesem Titel, das von einem der führenden Leiter der Bewegung mitverfasst wurde.
Hier ein Auszug des Liedtextes aus dem Upside Down-Musical:
Nach zweitausend Jahre stehen wir nun hier, nur noch eine Welt des Verfalls und der Schreckensschreie,
aber eine Gruppe einfacher Männer wird all diese Träume wieder zum Leben erwecken.
Es gibt einen Weg, diesen Planeten einzunehmen und alles wieder umzudrehen.
Oder besser gesagt: Lasst uns das ganze Ding auf den Kopf stellen! {engl. "Let's turn the whole thing upside down!"}Text von Steve Johnson (Weltsektorenleiter), Upside Down, © New York City Church of Christ, Inc., 1994.
Als ich eines Tages ein Video über die "Jubilee 2000 "-Feier der ICC ansah, fiel mir eine Verdrehung in den Liedtexten auf. Eine subtile Verfälschung der biblischen Texte, wie ich sie schon so oft bei den ICC-Lehren festgestellt hatte. Ich wusste, dass die ICC die Worte "upside down" aus der Apostelgeschichte der Bibel entnommen hatte, aber ich wusste auch, dass sie die Worte nicht korrekt gebrauchten.
Im richtigen Kontext von Apg 17:6 beschuldigt eine verärgerte Meute die Anhänger von Paulus und Silas, "die ganze Welt in Aufruhr gebracht zu haben" (gemäß der New International Version) - oder gemäß der King James Version, "die Welt auf den Kopf gestellt zu haben." {engl. "turned the world upside down."} . Die Worte waren ein Vorwurf, nicht ein Kompliment (Beachten Sie, dass das gleiche griechische Verb von Apg 17:6 auch in Apg 5:37 und Gal 5:12 wenig schmeichelhaft benutzt wird). Wie es sogar einer der prominentesten Lehrer der ICC zugab, hatte "der Ausdruck ["upside down"] eine negative, nicht eine positive Konnotation und meinte in Wirklichkeit "verärgern" oder "stören, in dem Sinn wie den Frieden stören"(1). Biblisch gesehen bedeutet "Dinge auf den Kopf zu stellen" {engl. "turning things upside down"} in diesem Kontext nichts, womit man sich rühmen kann.
Als ich das "Jubilee 2000"-Video ansah, sang dennoch ein ICC-Künstler nach dem anderen Lieder darüber, wie diese Bewegung unsere heutige Welt auf den Kopf stellen würde {engl. "turning our present-day world upside down"} . Auf diese Weise rühmt sich die ICC ironischerweise dafür - aufgrund eines Fehlers, den Zusammenhang in dem biblischen Text zu verstehen -, dass sie Menschen "stört" und "verärgert". Betrachtet man die Geschichte der ICC ist dies nicht weit von der Wahrheit entfernt.
Diese Webseite stellt die Behauptung auf, dass die ICC in drei wesentlichen Art und Weisen selbst "upside down" ist:
Wie der ehemalige ICC-Leiter Rick Bauer einmal schrieb, kann die ICC nur wirklich verstanden werden, wenn man alle drei Perspektiven betrachtet - genauso wie ein dreidimensionales Problem dreidimensionale Lösungen erfordert, nicht nur ein- oder zweidimensionale.
Diese Webseite stellt Informationen über die ICC zur persönlichen Genesung zur Verfügung, zum Nutzen derjenigen, die der Organisation angehört haben - oder die andere kennen, die involviert waren.
Vieles, was die Webseite beinhaltet ist kritisch bzgl. der ICC. Die Absicht ist nicht, die ICC-Mitglieder zu kritisieren - die meisten versuchen aufrichtig das zu tun, was sie als richtig erachten -, sondern vielmehr eine Einschätzung des ICC-Systems zu geben. Die Webseite beabsichtigt nicht Kritik um der Kritik willen. Noch behauptet diese Webseite, dass ein Beitritt in die ICC 100% negativ ist - im Gegenteil, wenn die Organisation nichts Positives hätte, würden nur wenige ihr überhaupt beitreten.
RightCyberUp.org zitiert die ICC-eigenen Leiter aus dem von der ICC selbst veröffentlichten Material und aus ICC-Tonmitschnitten, die ich persönlich aufgeschrieben habe. Kommentare habe ich in eckigen Klammern eingefügt; runde Klammern stammen aus der Originalquelle. Um die Zitate zu kürzen, habe ich Auslassungen ( ) benutzt und dabei darauf geachtet, die Bedeutung oder den Kontext, der für den Leser notwendig ist nicht zu ändern.
Die Titel der ICC-Leiter wurden, wo es möglich war den Zitaten beigefügt, um dem Leser einen Eindruck ihrer Leitungsrolle zu vermitteln. Diese Titel wurden aus einem ICC-Dokument von Oktober 1999 entnommen (2), außer wenn sie durch eine noch neuere Quelle abgelöst wurden. Um ein Diagramm der Leitungsstruktur der ICC anzusehen, bitte hier klicken.
RightCyberUp.org stellt für manche auf der Webseite erscheinenden Zitate der ICC-Leitung Real Audio Clips bereit. Die Tonmitschnitte sollen eine Überprüfung ermöglichen, dass diese Zitate tatsächlich so gesprochen wurden wie zitiert und hörbare Hinweise geben wie Tonfall etc., um den Zusammenhang und das Verständnis zu verbessern.
Für eine zusätzliche Überprüfung wird empfohlen, ICC-Tonbänder und -Material zu kaufen. Quellenhinweise sind bei jedem Zitat angeführt.
Benutzern von Real Player oder einem aktuellen AOL Media Player sollte es möglich sein, Tonmitschnitte in Echtzeit anzuhören. Um den Real Player kostenlos herunterzuladen und zu installieren, folgen Sie den "Kostenloser Download"-Links bis Sie den "Basic free player" finden.
Ehemaligen Mitglieder, die sich beim Hören der Stimmen der ICC-Leiter nicht wohl fühlen wird empfohlen, dies solange nicht zu tun bis sie sich dabei nicht mehr unwohl fühlen: es ist für ehemalige Mitglieder nicht unüblich, dass sie sogenannte "auslösende Erlebnisse" haben.
Meine Reise zum Aufbau von RightCyberUp.org begann als College-Absolvent an der Universität von Minnesota 1989, wo ich eingeladen wurde, den Studentendienst der Minneapolis/St. Paul Church of Christ zu besuchen. Dort ging ich durch die Rekrutierungsstudien der Gemeinde und überlegte für eine kurze Zeit beizutreten.
1994 stieß ich in New York erneut auf die ICC, diesmal an einem Scheideweg in meinem Leben. Plötzlich schien mir die ICC ansprechende Antworten auf viele der Lebensprobleme anzubieten und ich stürzte mich mit voller Kraft hinein. Ich ging wieder durch die "Erste Grundsätze" -Studien. Nach Wochen des Studierens war ich eines Nachts dabei, innerhalb von Minuten der Organisation beizutreten. Ich ging durch die "Kosten überschlagen" -Studie der Gemeinde als Vorbereitung für meine bevorstehende Taufe in die Gruppe und stimmte den einzelnen mir vorgesetzten Herausforderungen und ICC-Grundsätzen zu - außer einer: ich wurde gebeten, mich strikt von negativem Material über die Gemeinde fernzuhalten, das von Eltern oder Anti-Sekten-Organisationen verteilt wurden - und insbesondere keine Bücher über die Gemeinde zu lesen. Trotz meines Wunsches, der Organisation beizutreten und mit "Gott ins Reine" zu kommen, konnte ich in diesem Moment nicht meine künftige Informationsfreiheit gegen meine sofortige Bekehrung eintauschen.
Fragen schossen durch meinen Kopf: Warum existierten so viel negative Informationen über eine Gruppe, die so harmlos auf mich wirkte? Warum erzählten sie mir das überhaupt erst jetzt? Warum sollte eine Gruppe, die sagt, dass sie "die Wahrheit" lehrt, über Mitglieder besorgt sein, die ihre Forderungen gegen Informationen von außen nachprüfen? Was hat "die Wahrheit" zu befürchten, dachte ich?
Für mich war dieses Warnsignal der Anfang des Endes und ich trat den Internationalen Gemeinden Christi nie bei (3) Nach meinem knappen Entkommen und einer überraschenderweise schwierigen Zeit der Erholung von dieser Erfahrung, begann ich alles zu lesen, was ich über die ICC und Gruppen wie diese in die Hände bekommen konnte. Ich engagierte mich ehrenamtlich, indem ich eine Diskussions- und Unterstützungsgruppe für ehemalige ICC-Mitglieder leitete. Ich begann eine Telefon-Hotline aufzubauen und nahm Gespräche von Leuten aus aller Welt an, dessen Leben von dieser Gruppe beeinflusst wurde - viele mit verheerenden Folgen. Ich traf mich mit Eltern und gegenwärtigen Mitgliedern und half einigen, die Gruppe zu verlassen.
Nach meiner eigenen Erfahrung mit der ICC, begann ich einige meiner Bedenken über die Rekrutierungsstudien der ICC - sowohl theologische als auch ethische - zu skizzieren. Dieses frühe Manuskript mündete in einen Artikel, der "Die ICC-Bibelstudien: Eine kritische Analyse" heißt und welcher 1997 bei reveal.org online veröffentlicht wurde. Später wurde er auf Deutsch und Spanisch übersetzt. Ich hörte von jeder Menge Leute aus aller Welt, dass sie meinen Artikel hilfreich fanden. Einige ermutigten mich, etwas in einem größerem Umfang zu schreiben, um mehr Menschen zu helfen. In vielerlei Hinsicht ist diese Webseite die Frucht ihrer Ermutigungen.
Ich hoffe, dass alle Leser die Bedeutung der auf dieser Webseite erläuterten Kritikpunkte berücksichtigen, dabei den Geist, mit dem es geschrieben wurde im Hinterkopf behalten und daran denken, dass die Wahrheit nichts zu befürchten hat.
Mit freundlichen Grüßen,
Dave
Anderson
PS: Kommentare oder Fragen können auf den meisten Seiten mittels des "Kommentare"-Links abgeschickt werden.
Hinweise
(1) Douglas Jacoby (Reich Gottes-Lehrer), Shining Like Stars: The Evangelism Handbook for the New Millennium, mil. ed., Woburn, MA: DPI, 2000, p. 27.
(2) International Churches of Christ, ICC Churches By World Sector, File # ICC 08.03, October 4, 1999.
(3) Ich wurde allerdings getauft, nur nicht in der ICC. Hauptsächlich aufgrund der von der New York City Church of Christ tief in mich eingedrungenen Ängste, habe ich begonnen an der Gültigkeit meiner eigenen Kindertaufe zu zweifeln und ich entschied mich, mich in einer nicht mit der ICC verbundenen traditionellen Gemeinde Christi taufen zu lassen. Erst später kam ich zur Überzeugung, dass diese Wiedertaufe aus theologischen Gründen, die in einem Abschnitt über Taufe und Rettung erklärt sind, unnötig war.
Copyright © 2001-2005 Dave Anderson. Übersetzung ©2005 von Stefan & Connie Schweizer. Vervielfältigung und Weitergabe zu nicht-kommerziellen Zwecken erlaubt und erwünscht.